WASSERBLICK - Ein Pilotprojekt des Spreepark Art Space und Campus Stadt Natur
12.08.2025 / Artikel

© Frank Sperling
Im Projekt „Wasserblick“ (Juli 2025 – Juni 2026) entwickeln Spreepark Art Space und Campus Stadt Natur in Kooperation mit Arca Futuris und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) ein Angebot für Grundschüler*innen zum Thema Wasser. Das Angebot verbindet Methoden und Inhalte der Umweltbildung mit Kunstvermittlung und entsteht in einem Ko-Kreationsprozess nicht nur für, sondern gemeinsam mit Kindern.
Die Spree, als namengebendes Fließgewässer, umschließt fast 70% der Fläche des Spreeparks. Sie prägt damit seine Lage und Zugänglichkeit, aber auch Flora und Fauna. Sie verbindet den Park mit seinen menschlichen und nicht-menschlichen Nachbarschaften an, auf und im Wasser. Neben der Spree, als wichtige Bundeswasserstraße und dem Plänterwald als Wasserschutzgebiet finden sich auch im Park diverse Klein- und Kleinstgewässer. Diese haben keinen Zufluss seitens der Spree und sind rein regenwassergespeist. Das macht sie zu besonderen Rückzugsräumen für Arten, die auf nährstoffarme Stillgewässer angewiesen sind. Zuletzt spielt Wasser auch in der Planung des zukünftigen Parks mit seinem nachhaltigen Regen- und Grundwasser-Management eine wichtige Rolle.
Ausgehend von dieser einzigartigen Lage und gewässerökologischen Begebenheiten erarbeitet eine interdisziplinäre Gruppe von Ökolog*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen gemeinsam mit Grundschüler*innen der Kiefholz-Grundschule (Bezirk Treptow-Köpenick) in Workshops ein Format zum Lebensraum Wasser, das zukünftig für Schulen buchbar sein wird. Die Zusammenarbeit mit den Schüler*innen findet im Rahmen des FREI DAY (einem Lernformat der Initiative „Schule im Aufbruch“) an der Kiefholz-Grundschule statt: Als fester Teil des Stundenplans beschäftigen sich die Schüler*innen jeden Freitag vier Schulstunden mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die sich an den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen orientieren.
Ziel des Projekts ist es, Wasser so erfahrbar zu machen, dass die Beschäftigung damit bei den Jüngsten ein Bewusstsein für und Fürsorge um die wertvolle Ressource schafft. Ausgangspunkt ist die eigene Lebensrealität der Schüler*innen: wie ist ihr Verhältnis zum Wasser, was ihr Wissen und ihr Umgang damit? Anlass des Projektes ist es, das Engagement von Kindern in künstlerisch-ökologischen Handlungsfeldern kontinuierlich im Spreepark und im weiteren Diskurs zur Kunst, Kultur und Natur an diesem Ort zu verankern.
- Künstlerische Leitung Spreepark Art Space: Katja Aßmann
- Leitung Campus Stadt Natur: Ulrike Müller
- Konzept und Projektleitung: Jenny Sréter und Martin Schütz
- Projektassistenz: Caroline Havemann
- Kunstvermittlerin: Jana Engel
- Kooperationspartner*innen und Expert*innen:
- Claudius Schulze, Arca Futuris
- Schüler*innen und Lehrerin Eva Gilde, Kiefholz-Grundschule
- Angelina Tittmann und Nadja Neumann, IGB
- Jakob Kukula und León Gross, SpreeBerlin
Gefördert von der
