Transformatives Gärtnern in urbaner Wildnis
Der Kienberggarten gehört zum Umweltbildungszentrum im Kienbergpark. Auf ca. 600 m² bewirtschaftet hier eine Gartengemeinschaft die Fläche im Sinne der Permakultur. Ziel ist es gemeinschaftlich innovative gärtnerische Experimente und Projekte umzusetzen, die einen gesunden Boden, eine größere Artenvielfalt und einen sparsamen Umgang mit Wasser erreichen möchten.
„Alles halb so wild hier!“
Hier im Kienberggarten, darf sich die Natur bewusst frei entfalten und kann mit allen Sinnen erfahren und beobachtet werden. Als Mensch sieht und fühlt man, wie alles in den Kreislauf der Natur eingebunden ist. Wildpflanzen, die sich im Garten ansiedeln, sind erwünscht und werden gezielt genutzt, um die Gemüsepflanzen zu unterstützen und dienen vielen Insekten, Vogelarten und anderen Tieren als wertvolle Nahrungsquelle, locken Bestäuber an und halten Schädlinge fern.
Den Garten gemeinschaftlich gestalten
Die Gemeinschaft vor Ort hat es sich zum Ziel gesetzt, neue Wege zu finden, um gemeinschaftlich Projekte zu gestalten. Die gleichberechtigte Entscheidungsfindung gibt Teilnehmenden eine Möglichkeit, trotz vielfältiger Hintergründe, Perspektiven und Herangehensweisen eine gemeinsame Vision zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, mit denen alle mitgehen können. Methoden aus verschiedenen Bereichen werden in den Gartenstunden gezielt eingesetzt, um ein achtsames Miteinander zu fördern. Die große gemeinsame Vision für den Garten und ein langsames Wachstum der Gartengemeinschaft werden bewusst zusammen gedacht. Der Garten entwickelt sich Schritt für Schritt in dem Tempo, welches die ehrenamtlichen Teilnehmenden ermöglichen können. Wichtig ist, dass das gemeinsame Miteinander vor allem Freude und Inspiration bringt, um langfristig gut zusammenzuarbeiten.
Alle sind herzlich eingeladen, zu unseren Veranstaltungen zu kommen und gemeinsam aktiv zu werden!
In den Workshops und den 14-tägigen Gartenstunden wird Fachwissen weitergeleitet und zukunftsfähige Anbaumethoden vorgestellt. Diese werden im Anschluss an den Garten angepasst und gemeinsam umgesetzt. Gärtner*innen können sich auch außerhalb der Gemeinschaftsstunden im Garten betätigen. Teilnehmende, die gerne eigene Ideen und Experimente einfließen lassen wollen, können sich in einer der Arbeitsgruppen des Gartens engagieren.
Neugestaltung des Kienberggartens: ein Food Forest entsteht
Die Gartengemeinschaft hat in den letzten Jahren in einem partizipativen Prozess einen Entwurf für den Kienberggarten entwickelt, der Ideen und Visionen der Teilnehmenden beinhaltet. Als Pionierprojekt soll hier mit zukunftsfähigen Anbaumethoden experimentiert werden, um Wege zu finden, mit den großen Herausforderungen der Zukunft umzugehen: dem Artensterben, der Klimaerwärmung und zunehmenden Extremwettereignissen.
Projektbegleitung
Anne Schädler ist die Koordinatorin des Kienberggartens. Sie beschäftigt sich beruflich und privat intensiv mit den Themen Permakultur, Ökogemüseanbau, Waldgärtnern, Urban Gardening, Wellbeing, Pädagogik und Soziale Arbeit.
Kontakt: ubz(at)gruen-berlin.de


















